Kategorie: Gedanken zur Fotografie

  • Projekte, Serien und ein paar Gedanken dazu

    Projekte, Serien und ein paar Gedanken dazu

    Wer mich etwas besser kennt weiß, dass ich zu Foto-Projekten eine gewisse Ambivalenz habe. Einerseits finde ich es mega spannend, aber sobald der Faktor Zeit hinzukommt, artet das für mich in Stress aus.

    Nichts desto trotz habe ich auch meine Fotoprojekte. Diese haben allerdings keinen festen Zeitplan. Ich mache die Fotos dann, wenn die Gelegenheit es zulässt und ich in der richtigen Stimmung dafür bin.

    Orte die ich immer wieder aufsuche

    Wenn ich meine Bildersammlung durchgehe, finde zwei Orte an denen ich besonders häufig Fotografiert habe.

    Da wäre einmal das Pietzmoor, welches bei Schneverdingen, mitten in der Lüneburger Heide liegt. Das habe ich mehr oder weniger durch Zufall entdeckt. Nachdem ich 2017 hier in den Norden gezogen bin, war ich viel in der Umgebung unterwegs, weil ich die Wohnungseinrichtung mithilfe von ebay Kleinanzeigen eingerichtet habe.

    Immer wenn ich nach Feierabend, dann irgendwo hin gefahren bin, hab ich mir auf der Karte Punkte in der Umgebung rausgesucht, welche spannend sein könnten. Und was soll ich sagen, ich liebe Moore ^^
    So kam es dazu, dass ich dort immer wieder hin gegangen bin um zu fotografieren.

    Der zweite Ort, an dem ich immer wieder Fotografiere, ist die Gedenkstätte Lager Sandbostel. Ein Ort mit mit bewegter Vergangenheit.

    Über Mastodon habe ich im laufe der letzten Jahre einige Freundschaften schließen können, unteranderem auch mit Carsten.

    Seit 2018 ist er Ehrenamtlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte und macht Führungen durch das Lager. Dazu ist er auch ein sehr guter Fotograf und bietet 2-3 mal im Jahr einen Fotokurs an, den ich nur empfehlen kann!

    Die Katers

    Ein weiterer Ort wo ich des öfteren Fotografiere ist bei mir Zuhause, was auch das Zuhause von den beiden Katern Phips und Sammy ist.

    Irgendwie ja naheliegend, dass von diesen Beiden immer wieder Bilder entstehen ^^

    Phips ist 2021 hier eingezogen und stammt ursprünglich von einem Bauernhof in der nähe von Danzig. Dieser Bauernhof hatte reichlich Überschuss an neugeborenen Kätzchen und über ein befreundetes Pärchen ist Phips zu mir gekommen.

    Der kleine Sammy ist 2022 hier eingezogen und kommt von einem Tierschutzverein und seit dem der Süßbert hier ist, sind Phips und er best Buddys

    Übersicht

    Es gibt noch ein paar weitere Projekte, Serien und Motive denen ich nachgehe. Für heute reicht es aber erst mal.

    Zu den Drei Themen, die ich genannt habe, habe ich auf diesem Blog – der eigentlich auch ein Fotoprojekt ist ^^ – eine extra Seite angelegt

    Dort ist eine Übersicht und Links zu jeweiligen Galerien.

    Die letzten Tage bin ich meine Bilder Sammlung durchgegangen und habe einige herausgesucht. Teilweise auch komplett neu mit Darktable entwickelt.

    Wenn ich Zeit und Muße finde, werden die Galerien weiter befüllt und es werden wahrscheinlich noch weitere dazu kommen.

    Projekte von anderen Fotograf*innen

    Nun hab ich ganz viel über meine Bilder geschrieben. Es gibt aber auch von anderen Fotograf*innen wundervolle Projekte und Serien.

    Ich habe das Gefühl ein paar Projekte vergessen zu haben. Ich erweitere die Liste dann bei Gelegenheit ?

  • Gedanken zur Analogfotografie

    Gedanken zur Analogfotografie

    Egal wo hin man schaut, der Trend zurück zum analogen ist in den letzten Jahren immer größer geworden und zugegebenermaßen, bin ich selbst auch nicht davon abgeneigt. Es gibt einige gute Gründe warum das sinnvoll sein kann – und das nicht nur in Bezug auf die Fotografie.

    Als ich vor gut 18 Jahren angefangen habe E-Gitarre zu lernen, habe ich auch sofort versucht mir einen eigenen Verstärker zu bauen, Bei den ersten Recherchen bin ich sofort auf die Frage gestoßen: Transistor oder Röhre? Lange hab ich nicht verstanden warum eigentlich ein Röhrenverstärker besser klingen soll.

    Im laufe meines Elektrotechnikstudiums hab ich nach und nach begriffen, warum das so ist. Spannend dabei ist, dass der Effekt welcher dafür verantwortlich ist, nicht nur für Audiosignale gilt, sondern auch Bildsignale. Das empfinden für Harmonie, ist einheitlich in der Natur und betrifft alle Sinnesorgane. Das hat etwas mit den Oberwellen zu tun, die entstehen, wenn Signale verzerrt werden. Technischer soll es an dieser Stelle aber nicht werden. Was ich eigentlich damit sagen möchte, es gibt auch eine rationale Erklärung, die sich naturwissenschaftlich begründen lässt.

    Es gibt noch dutzende weitere Gründe warum Plattenspieler, Röhrenverstärker (auch im HiFi-Bereich) und Analogkameras sich einer wachsenden Beliebtheit erfreuen. Seien sie objektiv oder subjektiv, viele haben ihre Daseinsberechtigung. Wenn ich zuhause eine Schallplatte auflege, ist es für mich etwas besonderes, nicht einfach stumpfer Konsum. Die Musik tritt in den Vordergrund. So ähnlich hatte ich mir das auch gewünscht, als ich mir meine erste Analogkamera zugelegt hatte – eine Pentax ME. An die bin ich für ein paar Kröten über Kleinanzeigen ran gekommen. Der Verkäufer hatte auch einige objektive dazu gelegt und ich war glücklich.

    Allerdings ist der Effekt, den ich mir dadurch erhofft hatte leider ausgeblieben. Vielmehr war es Stress, anstatt Entspannung ? Der Transport des Filmes, war bei der Kamera irgendwie nicht ganz sauber und so kam es häufig vor, dass sich der Film beim aufziehen verziehte oder sich nicht mehr aufwickeln ließ. Von den 10 Filmen die ich damit belichtet hatte, konnte ich nur 3 Stück entwickeln lassen. Das hatte zur folge, dass ich das Fotografieren auf Film erst mal sein lies.

    Es gibt auch ein paar weitere Punkte, warum die Analogfotografie für mich eher ungeeignet ist.

    Durch das Entwickeln der Bilder – egal ob analog oder digital – gebe ich meinen Bildern genau diese Stimmung, die ich damit erreichen möchte – Kontraste, Licht und Farbe. Klar könnte ich den Film auch selber entwickeln, aber das ist mir ehrlich gesagt zu viel Aufwand. Nicht nur das Entwickeln selber, sondern auch der Umgang mit den Chemikalien und den ganzen Kram der dafür noch benötigt wird. In Schwarzweiß ist dieser zwar auch relativ überschaubar, aber ich möchte eigentlich auch in Farbe fotografieren.

    Ein weiterer Punkt der mich bei der Analogfotografie stört ist das analoge an und für sich. An sehr vielen Stellen in meinem Leben, hab ich „auf digital“ umgestellt. Privat und auf meiner Arbeit verwende ich nur noch ganz selten Papier. Auch wenn ich ein gutes Gedächtnis habe, notiere ich mir viele Details, schreibe Tagebuch und lege alles gut sortiert ab. Genau so auch meine Bilder. Das mag sich womöglich nach Kontrollzwang anhören, aber es hat viel mehr damit was zu tun, dass ich es einfach nicht mag, wenn ich mich so viel Papier, Ordner oder andere Gegenstände kümmern muss. Ich finde, das kostet zu viel Energie und Lebenszeit ^^.

    Hier dazu noch der Hinweis, das ist meine Meinung und Einstellung die ich für mich gefunden habe. Sie ist auch nicht völlig in Stein gemeißelt und meine Ansichten entwickeln bzw. differenzieren sich im laufe der Zeit. Genau so wie ich beim Schreiben von Songtexten, dann doch wieder auf Stift und Papier zurückgreife, möchte ich die Analogfotografie nicht völlig ausblenden. Die Passende Kamera dafür hab ich auch schon. Vor einiger Zeit hat mir mein Vater seine Chinon CS-4 zusammen mit einigen Objektiven vermacht und mit dieser möchte ich das jetzt nochmal versuchen. Einen Film hab ich auch noch hier herum liegen – ein Kodak Gold dessen Haltbarkeit Anfang des Jahres abgelaufen ist :D.

    Zum Abschluss noch ein paar Bilder, die ich 2021 an einem schönen und sonnigen Herbsttag mit der Pentax gemacht habe, als ich mit meiner Band einen Sonntagsausflug in den Sachsenwald gemacht habe.