Am Dienstag ging es nach Bremen und dort hab ich mich mit Madame Aurelia getroffen um dort mit der Kamera durch die Straßen zu ziehen.
Die Reise begann in Buchholz am Bahnhof und mit dem Metronom ging es dann gen Bremen. Der Zug war pünktlich und alles lief bestens. Fürs erste 😬
In Ottersberg hatten wir dann eine Zwangspause, weil ein Stellwerk ausgefallen war 🫣
Der Zug fuhr dann doch nach ein paar Minuten weiter, nur um dann mitten in der Pampa nochmal zum stehen zu kommen. Diesmal war es ein Signal welches noch auf rot stand 😂
Immer wieder schön mit der Bahn zu reisen. Aber die Verspätung machte nichts, da der Zug von Aurelia aus Bremerhaven gleich komplett ausfiel 😶 Der darauffolgende fuhr aber und so kamen wir nahezu zeitgleich am Bremer Hauptbahnhof an.
Von dort aus machten wir uns zu Fuß in Richtung Neue Vahr, wo es den Bremer Gewürzhandel gibt. Bei denen hab ich schon des öfteren bestellt und wollte auch mal direkt in deren Ladengeschäft.
Es lohnt sich! Und ich darf dort nur mit Einkaufszettel rein 😅 Ein Gewürz, welches nicht auf der Liste stand hat es dann doch geschafft mit zu kommen.
Danach liefen wir zurück Richtung Bahnhof, sind dann aber noch Richtung Altstadt abgebogen. Mein persönliches Highlight war das Schnoor viertel. Ein Gängeviertel mit uralten Gebäuden aus dem Mittelalter.
Im laufe des Tages sind auch ein paar Fotos entstanden und diese möchte ich Dir nicht vorenthalten.
Am Ende trennten sich unsere Wege wieder und es ging mit dem Zug zurück nach Hause. Dieses mal ohne Zwischenstopps aber dafür mit sehr müden Beinen.
Drei der gezeigten Bilder sind in einer Unterführung entstanden. Zugegeben die Grinsekatze ist schon ein Hingucker, aber irgendwie hat das mich das jetzt inspiriert, mehr solche Unterführungen aufzusuchen. Gerade jetzt im Herbst, wo es früh dunkel wird und die Straßen nass sind, stelle ich mir das sehr düsterstimmig vor. Mal schauen wie motiviert ich bin in den kommenden Wochen 😄
Am Samstag war ich mit ein paar Freund*innen bei einer Kürbisausstellung. Das Wetter war zwar etwas grau und ab und zu etwas regnerisch, aber es war dennoch ein schöner Ausflug, denn ich liebe den Herbst und Kürbisse 🍂🎃
Eine Kamera war auch mit dabei und ich hab einige Fotos gemacht. Die Porträts die entstanden sind, kann ich leider nicht zeigen – da auch Kleinkinder darauf sind – aber ich die Ausstellung war auch ein Hingucker 😋
Diese Ausstellung findet jedes Jahr zur Kürbiszeit in der kleinen Ortschaft Rade statt und wird immer gut besucht. Es ist auch echt schön dort.
Egal wo hin man schaut, der Trend zurück zum analogen ist in den letzten Jahren immer größer geworden und zugegebenermaßen, bin ich selbst auch nicht davon abgeneigt. Es gibt einige gute Gründe warum das sinnvoll sein kann – und das nicht nur in Bezug auf die Fotografie.
Als ich vor gut 18 Jahren angefangen habe E-Gitarre zu lernen, habe ich auch sofort versucht mir einen eigenen Verstärker zu bauen, Bei den ersten Recherchen bin ich sofort auf die Frage gestoßen: Transistor oder Röhre? Lange hab ich nicht verstanden warum eigentlich ein Röhrenverstärker besser klingen soll.
Im laufe meines Elektrotechnikstudiums hab ich nach und nach begriffen, warum das so ist. Spannend dabei ist, dass der Effekt welcher dafür verantwortlich ist, nicht nur für Audiosignale gilt, sondern auch Bildsignale. Das empfinden für Harmonie, ist einheitlich in der Natur und betrifft alle Sinnesorgane. Das hat etwas mit den Oberwellen zu tun, die entstehen, wenn Signale verzerrt werden. Technischer soll es an dieser Stelle aber nicht werden. Was ich eigentlich damit sagen möchte, es gibt auch eine rationale Erklärung, die sich naturwissenschaftlich begründen lässt.
Es gibt noch dutzende weitere Gründe warum Plattenspieler, Röhrenverstärker (auch im HiFi-Bereich) und Analogkameras sich einer wachsenden Beliebtheit erfreuen. Seien sie objektiv oder subjektiv, viele haben ihre Daseinsberechtigung. Wenn ich zuhause eine Schallplatte auflege, ist es für mich etwas besonderes, nicht einfach stumpfer Konsum. Die Musik tritt in den Vordergrund. So ähnlich hatte ich mir das auch gewünscht, als ich mir meine erste Analogkamera zugelegt hatte – eine Pentax ME. An die bin ich für ein paar Kröten über Kleinanzeigen ran gekommen. Der Verkäufer hatte auch einige objektive dazu gelegt und ich war glücklich.
Allerdings ist der Effekt, den ich mir dadurch erhofft hatte leider ausgeblieben. Vielmehr war es Stress, anstatt Entspannung 😄 Der Transport des Filmes, war bei der Kamera irgendwie nicht ganz sauber und so kam es häufig vor, dass sich der Film beim aufziehen verziehte oder sich nicht mehr aufwickeln ließ. Von den 10 Filmen die ich damit belichtet hatte, konnte ich nur 3 Stück entwickeln lassen. Das hatte zur folge, dass ich das Fotografieren auf Film erst mal sein lies.
Es gibt auch ein paar weitere Punkte, warum die Analogfotografie für mich eher ungeeignet ist.
Durch das Entwickeln der Bilder – egal ob analog oder digital – gebe ich meinen Bildern genau diese Stimmung, die ich damit erreichen möchte – Kontraste, Licht und Farbe. Klar könnte ich den Film auch selber entwickeln, aber das ist mir ehrlich gesagt zu viel Aufwand. Nicht nur das Entwickeln selber, sondern auch der Umgang mit den Chemikalien und den ganzen Kram der dafür noch benötigt wird. In Schwarzweiß ist dieser zwar auch relativ überschaubar, aber ich möchte eigentlich auch in Farbe fotografieren.
Ein weiterer Punkt der mich bei der Analogfotografie stört ist das analoge an und für sich. An sehr vielen Stellen in meinem Leben, hab ich „auf digital“ umgestellt. Privat und auf meiner Arbeit verwende ich nur noch ganz selten Papier. Auch wenn ich ein gutes Gedächtnis habe, notiere ich mir viele Details, schreibe Tagebuch und lege alles gut sortiert ab. Genau so auch meine Bilder. Das mag sich womöglich nach Kontrollzwang anhören, aber es hat viel mehr damit was zu tun, dass ich es einfach nicht mag, wenn ich mich so viel Papier, Ordner oder andere Gegenstände kümmern muss. Ich finde, das kostet zu viel Energie und Lebenszeit ^^.
Hier dazu noch der Hinweis, das ist meine Meinung und Einstellung die ich für mich gefunden habe. Sie ist auch nicht völlig in Stein gemeißelt und meine Ansichten entwickeln bzw. differenzieren sich im laufe der Zeit. Genau so wie ich beim Schreiben von Songtexten, dann doch wieder auf Stift und Papier zurückgreife, möchte ich die Analogfotografie nicht völlig ausblenden. Die Passende Kamera dafür hab ich auch schon. Vor einiger Zeit hat mir mein Vater seine Chinon CS-4 zusammen mit einigen Objektiven vermacht und mit dieser möchte ich das jetzt nochmal versuchen. Einen Film hab ich auch noch hier herum liegen – ein Kodak Gold dessen Haltbarkeit Anfang des Jahres abgelaufen ist :D.
Zum Abschluss noch ein paar Bilder, die ich 2021 an einem schönen und sonnigen Herbsttag mit der Pentax gemacht habe, als ich mit meiner Band einen Sonntagsausflug in den Sachsenwald gemacht habe.